| Ben Kruisdijk + Katrin Ströbel "SGNIWARD/SNGIS" |
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Eröffnung Freitag, 1. Mai, 18-21 Uhr Dauer der Ausstellung 1. Mai - 13. Juni 2009 Die beiden Künstler der Ausstellung "sgniward/ sngis“ Katrin Ströbel (geb. 1975 in Pforzheim, Deutschland) und Ben Kruisdijk (geb. 1981 in Zaandam, Niederlande) befassen sich mit der Vielfalt der Sprachsysteme und ihren jeweils subjektiven Bedeutungen und Interpretation. Durch das Kombinieren von unterschiedlichen bereits bestehenden Zeichensystemen schaffen sie in ihren Werken eine völlig neue Sprache, die die Weite des Interpretationsraumes verdeutlicht.
Katrin Ströbel bedient sich dabei der Vielfalt der Zeichen, die im Stadtraum zu finden sind. Sie analysiert die Graffitis an den Wänden und hält diese als schemenhafte Skizzen auf Papier fest. In ihren Collagen verschmelzen Graffitis aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen. So finden sich arabische Schriftzeichen neben der klassischen Graffiti-Luftballon- Schrift wieder, zweidimensionale neben dreidimensionalen Zeichen und deutlich lesbare Wörter folgen auf hyroglyphenartigen und verschwommenen Schriftzügen. Durch die abstrahierende vereinheitlichende Arbeitsweise, entsteht ein floraler oder labyrinthartiger Teppich, der über die Wände und Decken schwebt. Diese kulturellen Überlagerungen thematisiert auch ihre Serie Marabou“, in der sie Flyer von Wahrsagern und Lebensberatern, mit denen an Flughäfen Menschen anderer Kulturen geworben werden sollen, sammelt und bearbeitet. Der daraus resultierende Clash der Sprach- und Glaubenssysteme ist es, der sie zu diesem Projekt inspiriert hat. Ben Kruisdijks Sprachsysteme sind eher von wissenschaftlicher Art. In seiner Serie Etched Röntgendrawings“ nutzt er Röntgenaufnahmen und kombiniert diese mit analyseartigen Zeichnungen aus der Biologie. So greift zum Beispiel das Skelett einer Hand nach einer Blume und Tod und Leben treffen unmittelbar aufeinander. Kruisdijk verweist hiermit jedoch auch auf die Fantasie, die durch den Menschen zur Realität werden kann. Was Wahr wirkt und wissenschaftlich bewiesen scheint, kann lediglich eine Verknüpfung von Wahrheiten sein, die somit zur Realität werden. Auch die Verbindung von mathematischen Erkenntnissen mit naturwissenschaftlichen Phänomenen spricht Kruisdijk in seinen Zeichnungen an. In seinen Arbeiten wirken die gelblichen Papiere mit Schreibschrifbetitelung wie Imitage frühester Dokumentationen von Forschungsergebnissen. |
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