| Bertram Hasenauer - Atla |
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Eröffnung: 15. Januar 2010, 18 Uhr Ausstellungsdauer: 15. Januar 2010 6. März 2010 Hasenauers Figuren wenden sich vom Betrachter ab oder verschließen sich, indem sie in ihren Gesten erstarren. Die Porträtierten wahren zu jeder Zeit die Distanz: Meist fixieren sie mit ihrem intensiven Blick den Betrachter, doch gleichzeitig scheinen sie in weiter Ferne in ihren Gedanken versunken zu sein. Sie vermitteln eine Isoliertheit, in der sie zeitlos sind. Der Betrachter wird zum Beobachter, da die Protagonisten keine Interaktion zulassen, sich wegdrehen, sich vermummen und nicht auf Zweite zu reagieren scheinen. Die markanten Gesichtszüge zeigen Individuen, die sich ständig auf der Kippe befinden zwischen entpersonifizierten Gestalten und in sich geschlossenen, starken Persönlichkeiten. Durch die Darstellung in ihrer starken Flächigkeit werden die Figuren stilisiert und bisweilen ist zwischen Antlitz und Maske kaum zu unterscheiden, doch bricht der ausdrucksvolle Blick oder das anscheinend sich selbst genügen in der Abwendung vom Zuschauer mit dieser Wahrnehmung. Bezeichnend dabei ist es, dass Hasenauer sich fotografischer Vorlagen aus den Medien bedient. Er verfremdet diese, wodurch kein direkter Bezug mehr zu erkennen ist, doch bleibt als Essenz dieser Bilder das Abgehoben-Sein von der Realität. Wie in einer Erinnerung oder in einem Traum erscheinen die zurückgezogenen Gestalten; Wie auch die Porträts, so vermitteln die Zeichnungen von strukturhaften Landschaften und assoziativen Schriftzügen eine Idee von einer zeitlosen Sphäre, in der man sich verlieren kann. Noch stärker wird hier auf narrrative Elemente verzichtet, somit stehen die Werke auch untereinander in keinerlei Handlungszusammenhang. In der Differenz zur Realität zeigen sich die Individuen in ihrer Isolation. Erblickt vom Betrachter, der in ihr fernes Universum einsteigt, verweisen sie auf eine melancholische Tiefe, auf einen fernen Ort - Atla. |
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