Irina Baschlakow *1967, lebt und arbeitet in Berlin ihre Zeichnungen und Gemälde sind emotionale Landschaften, Beschreibungen der inneren Gefühlswelt. Sie zeigt die Welt als einen Platz von fremden Verschmelzungspunkten von biomorphen und technischen Elementen in einem permanenten Flux und Bewegung. Ihre dinglichen aber undefinierbaren Objekte mit cartoonhaftem Charakter scheinen sich in einem unendlich wirkenden Raum zu verlaufen. Der Einsatz des zeichnerischen Instrumentariums von pastelligem Filzstift verleiht den Objekten zusätzliche Dynamik und Lebendigkeit. Irina Baschlakow | Blast of Science Dauer der Ausstellung: 03.12. - 08.01. 2005 Die Zeit scheint angehalten auf den Zeichnungen von Irina Baschlakow. Ein eingefrorener Sturm oder eine Explosion in Aspik. Rätselhafte Objekte, die zwischen technoider Labor- oder Apparatwelt und biomorphen Organismen changieren, sind einem dynamischen Bewegungsfluß ausgesetzt oder in einen gewaltigen Sog geraten, der eigenartige Substanzen durch den Bildraum treibt. Material und Aggregatszustand bleiben jedoch unklar. Irgendetwas zwischen fest und liquide, zwischen quecksilbrig und gasförmig. Vielleicht existiert diese Welt ja fernab in der Schwerelosigkeit des Alls oder in der künstlichen Atmosphäre einer physikalischen Versuchsanstalt. Ihre Erscheinungen erinnern zumindest an die Dingwelt unserer Erfahrung, wirken wie Simulationen konkreter technischer Objekte, wie z.B. Ringfassungen, Monitore, Klammern, Schrauben Vielleicht aber sprechen diese Simulakren auch nur von der Möglichkeitsform einer Existenz jenseits des menschlichen Körpers.
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| "Venus 01", 2003 Aquarell, 29,7 x 42 cm | "Venus 02", 2003 Aquarell, 29,7 x 42 cm | "Venus 03", 2003 Aquarell, 29,7 x 42 cm | Die Aquarelle der Serie Venus (2003) sind bestimmt von einem meist roten, bisweilen schwarzen Farbstrom, der einerseits gebändigt einer fast tänzerischen Choreographie gehorcht und doch wohl außer Kontrolle geraten ist. Wie in ihren großformatigen Gemälden gibt Baschlakow den Blick frei auf Systeme, deren Logik nicht mehr nachzuvollziehen ist, die aber einem geheimen Plan zu folgen scheinen. Diese Systeme sind aber offensichtlich dysfunktional oder am Rande des Kollapses. Ursachen sind nicht mehr erkennbar, nur die Konsequenzen eines Vorganges, der als Initialzündung eine Kettenreaktion von großer Dynamik in Gang gesetzt hat. Wobei die kartoonhaft visualsierten Entladungen unter Umständen auch nur die Vorboten einer größeren Katastrophe sind. Und trotz allem haben die Bilder oftmals einen heiteren, fast komischen Tonfall. Das Unbelebte wirkt merkwürdig beseelt und die heftigen Explosionen fast wie Emotionsausbrüche einer zornig gewordenen Materie.
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| Serie "Star Tools" o.T., 2003 Filzstift, 40 x 30 cm | Serie "Star Tools" o.T., 2001 Filzstift, 40 x 30 cm | Serie "Star Tools" o.T., 2001 Filzstift, 30 x 20 cm | Star Tools (2001), ist eine Serie, die ihren spezifischen Reiz nicht zuletzt auch aus dem Umgang mit dem zeichnerischen Instrumentarium des in pastelliger Tonigkeit eingesetzten Filzstiftes bezieht. Auch hier scheinbar Bekanntes: metallisch anmutende Bänder falten und winden sich, Werkzeugteile, Federn oder Rohre wachsen und verschmelzen zu organischen Gebilden, zu verunglückten Pilzgewächsen oder eben doch zu hysterischen Maschinen, die zerfließen und aus dem Bild tropfen.
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| "Science 12", 2003 Aquarell/Belistift, 29,7 x 42 cm | "Blast Off", 2004 Acryl auf Nessel, 200 x 250 cm | "Blast 05", 2004 Acryl auf Nessel, 200 x 200 cm | Im Zentrum der Blast (2004) betitelten Arbeiten steht die extreme Verdichtung von Materie, von Farbschichten und Schraffuren im Wechselspiel mit der Fläche des weißen Papiers. Zeichnerische Prinzipien werden hier zum Gegenstand der Blätter. Eine Spannung, ein Kräftespiel, zwischen der Lineatur und dem Raum, den die Linie umschreibt, den sie einfasst oder öffnet, wird hier deutlich spürbar. Die Klammern und dinghaften Objekte im Energiefeld dieser zeichnerischen Verdichtungen sind dabei fast nur noch sinnlose Requisiten, die vorgeben den Raum in eine Form zu zwingen. Biographie | 1967 | geboren in Hannover | | 1988 - 1994 | Studium an der Hochschule der Künste Berlin | | | Lebt und arbeitet in Berlin | Einzelausstellungenn 2007
| Ecken,die es vielleicht gibt, fruehsorge contemporary drawings, Berlin | | | Dunkler Fruehling, Galleria Antonio Battaglia,Milano
| | 2004 | "Blast of Science", fruehsorge | Galerie für Zeichnung, Berlin | | 1999 | Galerie Giti Nourbakhsch, Berlin | | 1998 | „Zukunft in falschen Händen“, Galerie SOMA, Berlin | Gruppenausstellungen 2007
| Mixed up world, fruehsorge contemporary drawings, Berlin
| 2006
| Weibliche Vorlieben, Pasinger Kunstfabrik, Muenchen | | | transparent Aqarellkunst heute, Xylonmusem Schwetzingen | | | "Künstler der Galerie" fruehsorge, Galerie für Zeichnung, Berlin | | 2005 | "Sudden Impact", art matters forum, München, (mit Les Rogers, Jörg Scheibe, Isabel Kerkermeier) | | 2004 | "Settings#2", Loop Raum für aktuelle Kunst, Berlin | | 2003 | Wheeling-motorcycles in art“, Galerie Jette Rudoph, in London (mit Rudi Molacek), Galerie Volker Diehl, Berlin | | 2002 | Galleria Dieda / Art-Bug, Bassano del Grappa, Italy | | 2000 | "Malerei", Ausstellungshalle G 7 , Berlin | | 1999 | "Wir leben zwischen Wänden", Kunstamt Kreuzberg, Berlin | | 1997 | THE BOX, Berlin | | 1995 | "Schlank", Galerie Kunstverkehr, Berlin | | | "Generation AOK", Kunsthalle Moabit, Berlin | | 1994 | "Simone Löffler 72-77", Künstlerhaus e. V. Göttingen, Göttingen | | 1993 | "Handgepäck", Bartlett School of Architecture, London | | 1992 | “Was würdest Du tun?”, Galerie Bergmannstraße 110, Berlin | | 1991 | Eisenhalle, Berlin |
| Ihre zauberhaften bizarren Gebilde scheinen aus fernen Sciencfiction-Welten zu kommen. Doch in Wirklichkeit schöpft die Berliner Malerin Irina Baschlakow Bilder aus dem eigenen Innern. ART-Das Kunstmagazin, Nr. 7 / Juli 2005, S. 16-25 PDF | Image Gallery Irina Baschlakow | Zeichnungen | Serie Venus Image Gallery Irina Baschlakow | Zeichnungen | Serie Star Tools Image Gallery Irina Baschlakow | Malerei | Serie Blast
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